Zurück in die Zukunft: Lexus Hoverboard im Portrait

Das Kinopublikum begeisterte sich 1989 an einer Science-Fiction-Komödie, in der Helden ins Jahr 2015 reisten. Hauptfigur Marty McFly glitt in Zurück in die Zukunft II auf einem Hoverboard durch seine Heimatstadt. Szenen mit dem futuristischen Skateboard, das knapp über dem Boden schwebt, regten Ingenieure zu Nachbauten an. Autoproduzent Lexus schuf vor kurzem eine weitere Ausführung. Nach Monaten der Vorbereitung wurde das Hoverboard Lexus durch aufwendige Werbeclips präsentiert.

Geschichte des Hoverboards

Natürlich existierte kein echtes Hoverboard, als die beiden Nachfolger von Zurück in die Zukunft gedreht wurden. Stattdessen wurden Bretter verwendet, die per Draht mit einem Kran verbunden waren. Später wurden die Bretter retuschiert – und durch das Hoverboard ersetzt. Geschickte Kameraperspektiven perfektionierten die filmische Illusion. Das Hoverboard hielt zunächst Einzug in die Pop- und Spielkultur. Es war in TV-Serien zu sehen. Filme wie Highlander II zitierten die Erfindung. In Spieleklassikern wie Unreal Tournament 3 oder Die Sims 3 konnte ein Hoverboard verwendet werden.

Seit Entstehung der Filme gab es immer wieder Versuche, ein echtes Hoverboard zu erfinden. Bekannte Ausführungen, die in den letzten Jahren sportliche Fans begeistern sollten, arbeiten vor allem durch Supraleiter und Levitation. Vor allem nach 2014 veröffentlichten mehrere Produzenten Prototypen. Ihnen ist gemein, dass sie einen magnetischen Untergrund benötigen, damit ein Schweben möglich wird. Der Automobilproduzent Lexus wählte diesen Ansatz, um dem Film und dem Fortbewegungsmittel mit dem Hoverboard Lexus eine bleibendes Denkmal zu setzen. Der dabei entstandene Clip ist eine Hommage an das klassische Hoverboard.

Würdigung einer Erfindung

Am 21. Oktober 2015 begingen Filmfans in der ganzen Welt ein besonderes Jubiläum. An diesem Tag landete die Hauptfigur Marty McFly mit seiner Zeitmaschine, einem silbernen DeLorean DMC-12, in der Zukunft. Schwebende Fahrzeuge, die sich durch die Lüfte bewegten, waren dort Realität. So nutzte Marty ein Hoverboard, um vor einer Gang zu fliehen. Wenige Monate nach dem Jubiläum präsentierte Autobauer Lexus eine Variante des Gerätes. Das Hoverboard Lexus wurde in einem Video ausführlich vorgestellt. Fans wurden zunächst durch kurze Clips neugierig gemacht, die das Gerät in Aktion zeugte.

In den Videos führt Skateprofi Ross McGouran mehrere Tricks mit dem Hoverboard Lexus durch. Er befand sich dabei in einem Skatepark in Barcelona. Für die Zuschauer war nicht erkennbar, dass der Park für die Clips und die aufwendigen Videos stark umgebaut wurde. Tatsächlich wurde das gesamte Areal so experimental gestaltet, dass es einer der wenigen Orte war, an der das Hoverboard Lexus benutzt werden konnte. Das Gerät nutzt schließlich Technologie, die nicht in jedem Untergrund vorhanden ist. Das erklärten die Ingenieure von Lexus, die ihre Variante Slide nennen.

Umsetzung einer Idee

Das Hoverboard Lexus besteht auch aus zwei Elementen aus supraleitendem Material. Diese werden durch flüssigen Stickstoff auf eine Temperatur von minus 197 Grad Celsius abgekühlt. So halten die Komponenten, die Supraleiter genannt werden, ein magnetisches Feld aufrecht. Im Boden des Parks befinden sich Permanentmagneten, sodass Nutzer das Hoverboard Lexus schwebend bewegen können. Sprünge sind ebenfalls möglich. Während das Gerät über die Permanentmagneten schwebt, muss das Hoverboard Lexus über einen Parcours aus Spuren gesteuert werden. Bis zu 200 Meter an Magnetspuren wurden im spanischen Skatepark verbaut.

Das gesamte Konzept entstand an einem anderen Ort. Es wurde am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung in Dresden erdacht. Bis zur Produktion des ersten Videos, das Lexus nach 18 Monaten veröffentlichte, verging viel Zeit. Dabei entstand ein Prototyp, den bislang nur wenige Menschen verwendet haben. Es ist leider sehr unwahrscheinlich, dass Lexus sein Hoverboard in Serie produzieren wird. Vielleicht erscheint irgendwann aber ein anderes Gerät, das zum wirklichen Schweben geeignet ist.

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